Um die Kosten in der Guthaben-Übersicht komplett nachvollziehen zu können, ist die genaue Aufschlüsselung jedes einzelnen Briefes notwendig, mit dem Bezug zu eurer Preisliste.
Beispiel 23. September:
61 x E-Post à 1 Seite Duplex Farbe = 61 × 0,81 € = 49,41 € * 1,19 = 59,17 €
5 x E-Post à 2 Seiten Duplex Farbe = 5 × 1,42 € = 7,10 € * 1,19 = 8,55 €
Ich denke übrigens immer noch, dass die E-Post falsch abgerechnet wird.
Beispiel: Der Klassiker, das Erstanschreiben mit Zugangsdaten für die KundenApp.
Laut Preisliste kostet 1 Seite Duplex Farbe 0,81 € zzgl. USt.
Ich verschicke 10.000 solcher Briefe:
10.000 × 0,81 € = 8.100 € zzgl. USt. × 1,19 = 9.639 €
Ihr rechnet ab:
10.000 × 0,97 € = 9.700 € inkl. USt.
Die Differenz beträgt hier also 61 € und irgendjemand zahlt zu viel oder zu wenig Umsatzsteuer …
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tatsächlich runden wir die dritte Stelle nach dem Kommata immer auf. Kostet ein Brief 0,913 Cent, so wird daraus 0,92 Cent in der Abrechnung. Das mag nicht ganz korrekt sein, allerdings sagen wir auch nicht, dass wir die Kosten der Post 1:1 durchreichen können, sondern aktuell nur zwischen 0.991:1 und 0.999:1 genau. Die Gründe dahinter sind rein technischer Natur. Aufladungen des Guthaben finden nur brutto statt, da wir in den Anfangsjahren von diesem Modul mit Kritik überlaufen wurden, das eine Aufladung über 100€ nicht 119€ bedeuten könnte. Rückwirkend gesehen war es ein Fehler auf diesen Wunsch unserer Kunden zu hören. Dies löst genau an dieser Stelle Probleme aus, da Rundungsfehler entstehen.
Wir haben das bisher aus zwei Gründen nicht korrigiert: 1) wir sind die einzige Plattform am Markt, die nicht zwischen 10 und 20 Cent pauschal bei Briefen aufschlagen. 2) der Umbau auf reine Nettopreise sowie die damit verbundene Kommunikation würde ein fünfstelliges Budget erfordern. Bei der Umsetzung und Fokusierung der Entwicklungsteams würde es zwangsweise zu der Frage kommen, warum facilioo keine Aufschläge durchführt. In dem Modul entstehen pro Jahr über 300 Supportfälle, in denen wir mit der deutschen Post sprechen müssen, wo Brief xy abgeblieben ist. Dies ist der größte Bereich des facilioo Supports. Die meisten dieser Supportfälle entstehen nicht bei uns, sondern bei der Post selbst. Trotzdem zahlen wir seit Jahren dieses Guthaben wieder aus, obwohl wir zumeist nicht der Verursacher sind und dies als Verlust auf unserer Seite einbuchen.
Die Situation ist für beide Seite (facilioo und für uns unsere Kunden) nicht zufriedenstellend. Wir diskutieren seit über einem Jahr, wie wir mit der Situation zukünftig umgehen wollen. Ideen sind: a) Kunde richtet sich selbst ein Konto bei der Post ein und zahlt Rechnungen direkt an die Post b) Einbindung andere Unternehmen wie E-PIN um die Fehlerquote zu senken c) Umstellung auf netto Beträge d) Erhöhung der Kosten für den Postausgang, um Teile des Supports zu entlasten e) Maßnahmen zum Abbau von Postsendung fokusieren (Änderungen von Gesetzen mit Hilfe von Verbänden, damit mehr digital gesendet werden darf). Hier wird es eine Lösung geben, allerdings nicht mehr in 2024. Das Ziel ist eine saubere Lösung, die möglichst keine Mehrkosten bei unseren Kunden verursacht und unsere Kosten senkt. Übrigens: steuerlich ist das korrekt. Aber es ist richtig, dass facilioo zwischen 0,1 und 0,9 Cent pro Brief fakturiert, je nachdem, wie groß die Rundungsabweichung bei der Steuerumrechnung ist.
Zu dem zweiten Post: das überprüfen wir intern im nächsten Sprint. Eine so große Abweichung wäre in den Unternehmenszahlen aufgefallen, irgendwas kann dort nicht 100%ig stimmen.